IP-Blog

  • Das Märchen zum Wochenende

    Die Handlung des Märchens Die Bremer Stadtmusikanten der Brüder Grimm lässt sich so zusammenfassen:

    Ein alter Esel soll von seinem Besitzer getötet werden, weil er nicht mehr arbeiten kann. Deshalb läuft er weg und beschließt, nach Bremen zu gehen, um dort Stadtmusikant zu werden.

    Auf dem Weg trifft der Esel drei weitere Tiere, deren Besitzer sie ebenfalls loswerden wollen: einen Hund, der zu alt zum Jagen ist, eine Katze, die keine Mäuse mehr fangen kann, einen Hahn, der geschlachtet werden soll. 

    Sie beschließen, gemeinsam nach Bremen zu gehen und dort Musiker zu werden.

    Im Wald entdecken sie ein Haus, in dem Räuber essen. Die Tiere überlegen sich einen Plan: Sie stellen sich übereinander (Esel unten, dann Hund, Katze, Hahn) und machen zusammen laute Geräusche. Die Räuber erschrecken sich so sehr vor dem „schrecklichen Monster“, dass sie aus dem Haus fliehen.

    Neues Zuhause

    Die Tiere bleiben im Haus, essen das Essen der Räuber und schlafen dort. Als ein Räuber später zurückkommt, vertreiben ihn die Tiere wieder. Danach kommen die Räuber nie mehr zurück. Ende: Die Tiere bleiben im Räuberhaus wohnen und gehen gar nicht mehr nach Bremen.

  • Online-Veranstaltungsreihe „15 Jahre Fukushima – 40 Jahre Tschernobyl“

    Wie sieht es heute in Fukushima und Tschernobyl aus? Warum diskutiert die EU über Subventionen für Atomprojekte? Was ist von SMR zu halten und wo steht Deutschland drei Jahre nach dem Aus der letzten AKW? Expert*innen von Greenpeace, WISE, IPPNW und .ausgestrahlt liefern Fakten, Hintergründe und starke Argumente. In der kostenlosen Online-Veranstaltungsreihe (10.3.–23.4.) bekommst Du das Wissen, um aktiv mitzudiskutieren. Jetzt anmelden und mitreden! Hilf mit, das Bewusstsein für die Risiken der Uralt-AKW zu schärfen und neue Atomgefahren in Europa zu verhindern.

    Weiterhin bedrohen uns gefährlich alte AKW in Nachbarländern. Dazu zählen neben den Reaktoren im französischen Cattenom, den drei verbliebenen Meilern in Belgien und den Niederlanden sowie dem tschechischen AKW Temelín vor allem die vier Schweizer AKW. Uralte Reaktoren wie die in der Schweiz, die nur begrenzt nachgerüstet und bei denen alle relevanten Unterlagen unter Verschluss gehalten werden, sind besonders gefährlich. Wie in Fukushima listen auch hier zahlreiche Gutachten Sicherheitsdefizite auf. Wie in Japan tun Politik, Aufsichtsbehörde und Betreiber alles, um die AKW weiterlaufen zu lassen:

    Beim AKW Beznau wird ein Grenzwert um das Hundertfache heraufgesetzt, nachdem bekannt wird, dass er nicht eingehalten werden kann. Das AKW Gösgen darf mit instabilen Rohren jahrzehntelang weiterlaufen. Bei der Laufzeitverlängerung des AKW Leibstadt verweigert die Schweiz eine Umweltverträglichkeitsprüfung – niemand soll diskutieren, wie unsicher das AKW tatsächlich ist.

    Die Uralt-AKW in Europa gehören abgeschaltet, bevor es zur nächsten Atomkatastrophe kommt.

  • Fast jeden Tag wird eine Frau von einem Mann getötet

    Hannover/Niedersachsen. Allein in der vergangenen Woche gab es zwei Feminizide in Niedersachen - in Eimke (Landkreis Uelzen) und in Hildesheim. Insgesamt sind in Niedersachsen seit Anfang des Jahres fünf verübt worden. Und es ist gerade einmal Anfang März.

    Das Netzwerk Feminizide-Stoppen macht darauf und das System dahinter aufmerksam und setzt sich für ein Ende von patriarchaler Gewalt ein, so wie heute im Rahmen einer Performanceaktion an vier verschiedenen Orten (Kröpcke, Hauptmensa/ LUH, Hauptgebäude Welfenschloss, Conti Campus) in Hannover. 

  • Walter-Lampe-Haus in strahlendem Herrenhausen-Gelb

     Hannover. Er war ein Guter und sein Name prangt nun auf dem frisch im Herrenhausen-Gelb gestrichenen Diakoniegebäude für Erwachsenen-Migrationsberatung Burgstraße 10. 

    Walter Lampe belehrte zum Beispiel so manchen Spießbürger, der sich über die elegante Jacke eines Asphalt-Zeitungsverkäufers aufregte, dass Obdachlosigkeit mittels Spenden nicht zwangsläufig zu verwahrlostem Aussehen führen muss. Letzten Dienstag traf sich dort alles, was ein Herz für die Innenstadt  hat, von Polizeipräsidentin bis Suchtberatung, zum internen Austausch über den Umgang mit dringenden sozialen Problemen. iptextfoto

  • Verzweiflung macht sich im Ihme-Zentrum breit

    Hannover. "Onay hasst das Ihme-Zentrum, " sagt ein Passant. Frage: "Wieso?". Der Oberbürgermeister lehne jegliche Hilfen ab.

    Die Wohnungseigentümer sind völlig raus aus dem Geschehen, und müssen zusehen, wie der neue Verwalter, der bereits einige misslungene Projekte hinter sich hat, jetzt ein Fantasieprojekt "KI-Universität" von Geldgebern fürs Ihme-Zentrum einwirbt. Angelogen von den dubiosesten "Entwicklern" über Engel bis Carlyle macht sich Agonie und Verzweiflung breit. Denn Hauptziel war bei denen stets, öffentliche Gelder locker zu machen. Und daran scheint sich auch aktuell nichts zu ändern. 

    Ein unbekannter Taubenfreund streut dann auch noch regelmäßig Futter in dem taubengeplagten Komplex aus...

    Der ehemalige Verwalter Jaskulski ist weiterhin im Koloss zu finden, aber mit neuer Firma, die Restposten von Tiefgarage bis Hinterlassenschaften des Lars Windhorst bearbeitet. Für den gesamten Gewerbebereich ist eine Zwangsversteigerung vorgesehen, zumal mehrere Geldgeber betroffen sind. Derweil lenkt nur das Geschrei der Möven am Ihme-Strand vom Anblick des hannoverschen Schandflecks ab. ip

  • Absurde Nuklearprojekte werden mit EU-Geldern subventioniert

    Sie ist gerade mal 15 Jahre her – und doch droht die Atomkatastrophe von Fukushima schon wieder in Vergessenheit zu geraten. Dabei sind bis heute große Teile der Region radioaktiv belastet. Noch immer fließt radioaktives Wasser in den Pazifik. Noch immer ist kein einziges Gramm der rund 880 Tonnen hochradioaktiver Brennstoffschmelze aus den zerstörten Reaktoren geborgen. Und noch immer kämpfen Zehntausende Menschen mit den Folgen der Katastrophe.

    Der 11. März 2011 hat allen die immensen Gefahren der Atomkraft deutlich vor Augen geführt: Wenn ein solcher Unfall in einem technologisch fortschrittlichen Land wie Japan passieren kann, dann kann er überall passieren – jederzeit. Dennoch setzt Europa wieder auf Atomkraft. Die EU plant, Milliarden an Subventionen für Atomprojekte zu verschleudern:

    Laufzeitverlängerungen uralter Meiler, teils nahe der deutschen Grenze. Neue AKW. Absurde Nuklearprojekte wie Small Modular Reactors (SMR) und Kernfusion – Technologien, die kaum mehr sind als teure Luftschlösser. Trotzdem liegen sie bei Atomfans voll im Trend. Frankreich etwa plant mehrere solcher Mini-AKW, finanziert mit EU-Geldern, die wir dringend für die Energiewende in Europa brauchen. Diese atomfreundliche Linie ist bereits in den Vorschlag für den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) der EU eingeflossen. Auch Teile der deutschen Bundesregierung tragen sie mit: Bundeskanzler Merz und Wirtschaftsministerin Reiche (beide CDU) zeigen sich durchaus aufgeschlossen für eine EU-Förderung von Atomprojekten.

  • Basketballcracks zeigen Tricks, Spielzüge und Finten

    Hannover. Die legendären Harlem Globetrotters feiern in diesem Jahr ihr 100jähriges Jubiläum. Am Sonntag, 3. Mai, ist die spektakuläre Basketballshow wieder in der Swiss Life Hall zu Gast (The Harlem Globetrotters – Hannover Concerts). Aus diesem Anlass findet am kommenden Freitag, 6. März, ab 12 Uhr ein Showtraining bei der IGS List, Röntgenstraße 6, in Hannover statt. Von den Harlem Globetrotters kommen „Sky“ Zavian Jackson und Eryka „Spice“ Sidney nach Hannover, um mit Schülerinnen und Schülern der IGS zu trainieren. Im Rahmen des Besuchs zeigen die Basketballcracks Tricks, Spielzüge und Finten.

  • "Mit Gott gegen die Demokratie.“ Wie wir unsere Widerstandskräfte dagegen stärken können

    Hanns-Lilje-Forum mit Arnd Henze, Bischöfin Shelly Bryan Wee u. a. am 12.03.2026, 19.30 Uhr, Marktkirche, Hannover

    Der christliche Nationalismus hat Donald Trump maßgeblich ins Weiße Haus getragen – und auch in Deutschland gewinnt diese Ideologie an Einfluss. In seinem Buch „Mit Gott gegen die Demokratie. Warum der christliche Nationalismus alle angeht“ (erscheint im März 2026) analysiert Arnd Henze die religiöse Rechte in den USA, ihre Netzwerke und Strategien, mit denen sie ihren Kulturkampf nach Deutschland zu übertragen versucht. Kirche, Politik und Gesellschaft müssen dieser unheiligen Allianz etwas entgegensetzen. Wie stärken wir unsere Resilienz? Wie treten wir dem auch theologisch entgegen?

    Darüber diskutieren der WDR-Journalist Arnd Henze, der Verfassungs- und Kirchenrechtler und Vizepräsident Prof. Dr. Christoph Goos (Landeskirchenamt der Landeskirche Hannovers) und Bischöfin Shelly Bryan Wee, Evangelical Lutheran Church in America, die den christlichen Nationalismus in den USA scharf kritisiert (live zugeschaltet). Außerdem sind der religionspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Thore Güldner sowie die Vorsitzende der Jungen Union Niedersachsen Karoline Czychon zu Gast.

    Prof. Dr. Christoph Dahling-Sander, Geschäftsführer der Hanns-Lilje-Stiftung, und Marc Blessing, Pastor der Marktkirchengemeinde Hannover, moderieren. Beginn ist um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

  • Der "Tycoons-Club" mordet die Menschheit

    Washington. Der von den Demokraten kontrollierte Kongress versuchte, den Irakkrieg zu beenden, und die Bedingungen dafür zu schaffen, Ermittlungen gegen George W. Bush in die Wege zu leiten. Aber die Verbrechen wurden letztlich wieder unter den Teppich gekehrt, schrieb die Journalistin Gaby Weber (Dr. Gabriele Weber) 

    Tel Aviv. Und über die Beziehungen von Kriegsverbrecher Eichmann und den Nazis zur Zionistischen Bewegung schrieb sie, dass Ben Gurion gesagt habe: "Die Führung der Jewish Agency ist davon überzeugt, dass eine Minderheit, die gerettet werden kann, nach den Bedürfnissen des zionistischen Projekts in Palästina ausgewählt werden muss."

    Weber im Weiteren zum Hintergrund der derzeitigen Ereignisse: Das Reichswirtschaftsministerium erlaubte dann im Sommer 1933 ausreisewilligen Juden, einen Teil ihres Besitzes nach Palästina zu transferieren. 52 000 wohlhabende Juden und 140 Millionen Reichsmark waren für die jüdischen Siedlungen in Palästina eine wichtige Finanzspritze. Auch 1944 noch unterstützte Eichmann in Ungarn ausreisewillige Juden. Und immer ging es um Geld.

    Dr. Gabriele Weber: Die russischen Erdölfelder waren von den Familien Nobel und Rothschild bis zur Oktoberrevolution beherrscht. Nun wollten US-Unternehmen mitmischen. Aber die Rockefellers zogen weiter die Fäden. 1927 muss dann der Pakt von Standard Oil mit der Deutschen Bank geschmiedet worden sein: Adolf Hitler sollte an die Macht, um das Erdöl von Baku zu erobern. Dabei wurden letztlich 50 Millionen Kriegstote einkalkuliert. Den Treibstoff für diesen Krieg wollte Standard Oil bereitstellen. Die rechtsgerichtete Organisation "America First" sympathisierte offen mit den Nazis. 

    Nach 1933 lief alles nach Plan. Während sich auf den Schlachtfeldern des 2.Weltkriegs die Soldaten gegenseitig umbrachten, fuhr die Industrie mit ihren eigenen Geschäften fort. 

    Nach Kriegseintritt der USA wollte die Vacuum Oil Company bei der Einnahme von Irak und Iran behilflich sein. "Ziel unseres Vormarsches wird neben der Besetzung der Länder Irak, Syrien und Palästina der Suez-Kanal und der Persische Golf sein", vermerkte auch der "Bevollmächtigte für die arabischen Länder" im Berliner Auswärtigen Amt" am 5. Februar 1942 und "Vorbereitet werden muss die Übernahme der Erdölanlagen Arabiens und Irans."

    Dazu meine Anmerkung: Der "Tycoons-Club" knechtet die Menschheit, bricht selbst alle Gesetze, die er für andere aufstellt. Die USA starren vor Waffen, von Atomwaffen bis Chemiewaffen, und Israel ebenso. Wer ist der nächste auf der Speisekarte des Leviathans? ip

  • Sie wollen alles begatten

    In den Geschäften und bei Lieferdiensten ist der Osterhype voll am Laufen. Ehemann/Freund/Staatsmann/Intellektueller/Soldat/Milliardär/Sexualverbrecher treten Ostern als Vize-Christus auf, und der Akt der Wiedergeburt ist Ergebnis ihrer wahllosen "heiligen Geschlechtsakte", sprich Vergewaltigungen. 

    "Sie wollen alles begatten, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist", sang zynisch die Band DieÄrzte - und: "Ausnahmen gibt's leider keine." 

    "Gepanzert gegen Empfindung, Gewissen, unfähig zur Verbindung von Gefühl und Sexualität, wird ihnen die Mordlust, die Explosion des Körperpanzers, zum faschistischen Orgasmus," schrieb Klaus Theweleit in seinem Buch "Männerphantasien", angeregt durch seine Ehefrau Monika. 

    "Wir wären gut - anstatt so roh. Doch die Verhältnisse, sie sind nicht so." wältzte Dichter Bert Brecht die Verantwortung ab. ip

  • Generalangriff auf die Natur durch CDU/CSU

  • Nach der Vergiftung von Pflanzen und Tieren sind jetzt die Menschen dran

    Stellen Sie sich vor, das Wasser aus Ihrer Leitung ist vergiftet. Sie trinken es und werden krank; Sie gießen Ihre Pflanzen und verseuchen den Boden. Genau das erlebte Michael Hickey in Hoosick Falls, New York – ohne es zu wissen. Als immer mehr Menschen in seiner Umgebung erkrankten, ließ er sein Leitungswasser testen. Das Ergebnis: hohe Konzentrationen von PFAS, sogenannten Ewigkeitschemikalien. Ausgehend von diesem Fall zeichnet die Investigativjournalistin Mariah Blake in »Die Vergiftung der Welt« einen globalen Skandal nach, packend erzählt wie ein Thriller. Denn die Chemieindustrie wusste früh um die Risiken – und verschleierte sie skrupellos. Heute finden sich PFAS weltweit: in Böden, Gewässern, im menschlichen Körper. Wer verstehen will, wie es so weit kommen konnte und was jetzt zu tun ist, sollte diese beeindruckende Recherche lesen. »Ein Hammer-Buch!« sagt auch Deutschlandfunk Kultur. (erschienen im ÖkomVerlag)